Cajon: Schulprojekt in München

Eine wunderschöne und sehr spannende Projektwoche in einer Grundschule in München.


Sinn und Ziel des Projektes

Die Cajonbau- und Klangwerkstatt ist ein fächerübergreifendes Projekt. Die Schüler/innen setzen das theoretische Fachwissen der Bereiche Handwerk (Technik), Kunst und Musik in die Praxis um und können ihre Persönlichkeit frei und kreativ entfalten. Die Holztrommel wird gemeinsam nach den Anweisungen des Referenten gebaut. Die Schüler/innen lernen teamorientiert zu arbeiten.

Bei der Farbgestaltung des selbstgebauten Schlaginstrumentes setzen sich die Schüler/innen mit der Farb- und Kunstwelt auseinander und können ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Den Höhepunkt der Werkstatt bildet das musikalische Erlebnis. Dabei es geht vorwiegend um das Kennenlernen der Folklore jener Traditionen, in denen die Perkussionen eine wichtige Rolle im privaten und im öffentlichen Leben spielen. Die geschichtlichen, geografischen und anthropologischen Hintergründe der einzelnen Rhythmen werden erklärt, nahegebracht und vertieft. Die Musikwerkstatt spannt einen Bogen von der Tradition zur Moderne.

Außerdem fördert das rhythmische Spielen die Motorik und die Koordination und trainiert beide Gehirnhälften.

Das Projekt stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der einzelnen Schüler/innen. Es wird als gemeinsame Erfahrung gelebt und verstärkt somit den Zusammenhalt der Klassengemeinschaft. Das Projekt beeinflusst positiv die Gruppendynamik.

Dieses innovative Projekt vereint sowohl die Faszination und den Spaß bei der Herstellung der eigenen Cajon, als auch das Erforschen von Rhythmusgefühl beim Musizieren.




„Eine Reise in die Welt der Schlaginstrumente“ - Das Trommelprogramm für alle Schulstufen


Trommelprojekte in Schulen
Trommelprojekte in Schulen

Das Format Eine Reise in die Welt der Schlaginstrumente ist ein Trommelprojekt-Angebot für alle Schulstufen. Die Schulklassen haben die Wahl zwischen vier verschiedenen Trommelprogrammen. Für jede Zielgruppe wurde ein eigens zugeschnittenes Trommelprogramm entwickelt.


Die positive Wirkung vom Trommeln ist wissenschaftlich erwiesen, da Musik verschiedene kognitive Fähigkeiten miteinander verknüpft. So kann dieses Trommelprojekt in differenzierten pädagogischen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern eingesetzt werden. Das Trommeln in der Gruppe fördert die soziale und emotionale Bildung und beeinflusst positiv die Gemeinschaftsentwicklung.

In der Jugendarbeit kann das Musizieren zur Selbstfindung beitragen und präventiv akuten Krisensituationen vorbeugen. In der Interkulturellen Arbeit sind gerade Trommelprojekte ein Begegnungsfeld der Kulturen: es geht dabei um die ernsthafte Beschäftigung mit der Musikkultur des eigenen Landes und des Herkunftslandes der Migranten und Immigranten. Mit Hilfe dieses Trommelprojektes können Schüler/innen mit Beeinträchtigung oder Behinderung in die praktischen Aktivitäten der Klasse inkludiert werden und Musik kann dazu beitragen, dass psychosoziale Kompetenzen erworben werden. „Das Musizieren in der Gruppe trainiert gleichzeitig Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Eigeninitiative, Zuhören können, Konzentrationsfähigkeit, Selbstdisziplin und Kreativität."

Das Trommeln kann auch in der musiktherapeutischen Arbeit förderlich sein. Rhythmus gibt Struktur: der Trommler formt und strukturiert durch den Rhythmus seinen Zeitraum, und „es entstehen Ansätze zu einer dynamischen Strukturierung auch der erlebten, inneren Zeit."

Nicht zuletzt macht das Trommeln einfach Spaß und das Projekt ist als unvergessliches Erlebnis für die gesamte Klassengemeinschaft gedacht.


1.)Eine Schnupper-Reise in die Welt der Trommeln und Kleininstrumente

Zielgruppe: Schüler/innen im Alter von 8 bis 14



Die Schüler/innen werden erstmals in die vielfältige Welt der ethnischen Schlaginstrumente eingeführt und lernen die traditionellen Trommeln von Westafrika (Djembe und Dundun), Kuba (Congas und Bongos) und Brasilien (Timbau) kennen. Sie erfahren wie und aus welchen Materialien die einzelnen Trommeln gebaut sind und natürlich wie diese klingen. Sie lernen alles über deren Herkunft und Geschichte und über die Hintergründe dieser Musikkultur. Dabei üben sie sich in leichten Rhythmen und rhythmischen Spielen.

Außerdem lernen die Schüler/innen besondere Klang- und Kleininstrumente wie Kalimba, Balafon, Handpan, Tamani, Cuica, Pandeiro, Tamborim, Shekere, Agogo, Claves, Cowbell, Rainmaker, Windchimes, Rasseln aus Natur- und Recyclingmaterialien kennen und erforschen deren Einsatzmöglichkeiten und Klänge.




2.)Cajon bauen/bemalen und Kleininstrumente basteln

Zielgruppe: Schüler/innen im Alter von 9 bis 19




Das Programm Cajon bauen und bemalen versteht sich als fächerübergreifendes Projekt. Die Schüler/innen bauen unter der Leitung des Referenten die peruanische Trommelkiste Cajon. Das Schlaginstrument wird aus aus einem Holzbausatz zusammengeleimt. Zum Einsatz kommen Werkzeuge wie Hammer und Schraubendreher, wobei das theoretische Fachwissen aus dem Bereich des Handwerks in die Praxis umgesetzt wird.

Nach dem Bau der Cajon wird das Instrument bunt bemalt. Bei der Farbgestaltung des selbstgebauten Schlaginstrumentes setzen sich die Schüler/innen mit der Farb- und Kunstwelt auseinander und können ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Anschließend werden besondere Kleininstrumente wie Rasseln oder Drum Brushes aus Natur- und Recyclingmaterialien gebastelt.






3.)Cajon spielen

Zielgruppe: Schüler/innen im Alter von 9 bis 19



Die Schüler/innen befassen sich mit der Herkunft und der Geschichte der peruanischen Trommelkiste Cajon und lernen Sitzstellung, Schlagtechnik und den Umgang mit den Drum Brushes.

Das Programm besteht vorwiegend aus dem Einstudieren von Rhythmen und Breaks aus Peru, Brasilien, Santo Domingo, Kuba und Guinea. Begleitet werden auch einige moderne Musikstücke aus den Bereichen Chillhop, Lo-Fi, Jazz-Hop und Nu-Jazz.





4.)Djembe und Dundun spielen

Zielgruppe: Schüler/innen im Alter von 15 bis19



In Diesem Workshop lernen die Schüler/innen die Djembe und die drei Basstrommeln Dundunba, Sangban, Kenkeni kennen und befassen sich mit der komplexen und streng kodifizierten Perkussionsmusik aus Westafrika.

Eingelernt werden die Schlagtechnik und einige Polyrhythmen der Traditionen von Guinea, Mali, Burkina Faso, Elfenbeinküste und Senegal. Die anthropologischen Hintergründe dieser Musik und die Rolle des Griots werden erläutert. Auch werden Aufbau, Handhabung, Pflege, Fellbespannung und -wechsel der Djembe und der Basstrommeln vermittelt